Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Zur Information: Jede Heizung bzw. jeder Heizkörper gibt Wärme ab in Form von Konvektion und Infrarot.
Es gibt weder 100%ige Infrarotheizungen noch 100%ige Konvektionsheizungen. Vielmehr kommt es darauf an, wie hoch die jeweiligen Anteile an Infrarotstrahlung bzw. Konvektion sind. Laut Definition kann man erst ab einem Infrarotanteil größer 50% von einer Infrarotheizung bzw.Wärmestrahlungsheizung sprechen.

Es gibt also zwei grundsätzlich unterschiedliche Heizarten:

 

1.Luft- oder Konvektionsheizungen, die primär die Luft erwärmen ( das Übliche)
2.Infrarotheizungen, die primär die Hüllflächen (Wände, Böden,..) und Gegenstände erwärmen.
 

 

Zu 1.
Luft-oder Konvektionsheizungen nutzen die Raumluft als Wärmeträger. Die warme Raumluft steigt nach oben, kältere Luft verbleibt am Boden. Durch die z.T. ganz erheblichen Temperaturunterschiede zwischen Decke und Fußboden von bis zu 9°C wird eine sogenannte Luftwalze erzeugt, die den am Boden liegenden Staub, Keime etc. aufwirbelt. Die so mit Staub, Keimen und weiteren Stoffen „angereicherte warme Luft“ wird von uns eingeatmet, was für unsere Gesundheit nicht gerade gut ist. Denn erstens benötigen unsere Bronchien und Lungen kühle und zweitens staubfreie Luft. Viele Menschen berichten auch von permanent kalten Füßen. Da Wände und Fußboden kalt bleiben, wird natürlich die Schimmelbildung stark begünstigt. Denn Schimmel benötigt als Nährboden kalte und feuchte Wände.

Zu 2.
Infrarot – bzw. Wärmestrahlungsheizungen benötigen keine Raumluft zum Wärmetransport. Deshalb bleibt die Raumluft kühler, was ideal für unsere Lungen und Bronchien ist. Die Temperatur im Raum wird gleichmäßig verteilt, d.h. es gibt zwischen Decke und Fußboden nur einen minimalen Temperatur-Unterschied. Damit wird keine Raumluft aufgewirbelt, d.h. Schmutz, Keime etc. verbleiben am Boden.
Wir atmen also kühle und saubere Luft ein, was ideal für unsere Atmungsorgane bzw. Gesundheit ist.

 

Infrarotheizungen temperieren Wände, Fußboden und Möbel. Diesen positiven Effekt kennen wir bereits vom Kachelofen und/oder Specksteinofen bzw. von Wohlfühloasen wie z.B. den Thermen. Die so erwärmten Flächen (Wände, Decken, Böden) strahlen Wärme wieder gleichmäßig ins Zimmer zurück. Vergleiche hierzu eine Hauswand im Sommer, die von der Infrarotstrahlung der Sonne temperiert wird. Schimmel hat hier keine Chance, denn auf einer warmen und dadurch auch trockenen Wand kann sich kein Schimmel bilden.

Strahlungswärme empfinden wir bzw. alle Lebewesen als viel angenehmer als warme Luft und durch die temperierten Hüllflächen (Wände, Fußboden etc.) entsteht im Zimmer eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung. Einfach ausgedrückt: Bei Luft-bzw. Konvektionsheizungen ist die Raumluft wärmer als die Wände. Bei Infrarot-bzw. Wärmestrahlungsheizungen sind die Wände wärmer als die Raumluft. Das spart auch noch zusätzlich Energie und damit Heizkosten. Und was die Heizkosten betrifft, müssen zu den reinen „Brennstoffkosten“ noch die Nebenkosten und Wiederbeschaffungskosten mitberücksichtigt werden. Nebenkosten sind z.B. Wartungskosten, Kosten für die Lagerung der Brennstoffe, Kaminkehrer etc. Luft-Konvektionsheizungen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 20 Jahren. Infrarotheizungen hingegen verursachen keine Nebenkosten und haben eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren.

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